Liao Yiwu: Heimweh und Verhängnis

Dienstag, 08.05.2018 um 19:30 Uhr

Literaturhaus Köln | Großer Griechenmarkt 39 | 50676 Köln

Wutentbrannt schrieb er ein Gedicht über das Massaker am Pekinger Platz des himmlischen Friedens – und ging dafür ins Gefängnis. Jetzt schildert Friedenspreisträger Liao Yiwu seine dramatische Flucht nach Deutschland.

2. Juli 2011. Für die meisten Menschen ein Datum wie jedes andere – doch für den Schriftsteller Liao Yiwu änderte sich alles: An diesem Tag gelang es ihm, den Grenzfluss zwischen China und Vietnam zu überqueren. Nach vielen vergeblichen Versuchen der Flucht war das der entscheidende Schritt, der ihn letztendlich in sein Exil nach Deutschland führte. Drei wertlose Visa und ein toter Reisepass – Meine lange Flucht aus China (S. Fischer) verwebt kunstvoll Erinnerungen an das Leben in der Volksrepublik, auch an Haft und Folter, mit den Erfahrungen auf der Flucht und schließlich dem Ankommen in Berlin.Und ist zugleich packender Reisebericht und ein Beispiel großer Erzählkunst. Tienchi Martin-Liao, die Vorsitzende des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums, fragt den Autor nach Heimweh und Verhängnis.

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