Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2017: TRUDE HERR - oder: Es ist besser, in der Sahara zu verdursten, als in Köln-Lindenthal zu sitzen und auf die Rente zu warten.

Sonntag, 21.11.2021 um 18:00 Uhr - (Theater im Bauturm 2021)

Theater im Bauturm | Aachener Str. 24 - 26 | 50674 Köln

InszenierungSebastian Kreyer | Kostüm Maria Roers | Bühnenbild Thomas Dreissigacker | Video und Musik Valerij Lisac | Regieassistenz Hannah Greve
Mit Matthias Buss und Sebastian Kreyer | Premiere: 30.09.2017 | Dauer: 95 Min. ohne Pause

Bewundert viel und viel gescholten: Auf kaum eine Person der jüngeren Kölner Stadtgeschichte trifft Goethes berühmtes Wort wohl so zu wie auf Trude Herr.
Zunächst als kritische Büttenrednerin im Nachkriegskarneval gefeiert, kam sie schon bald nur noch schwer vom Stereotyp der korpulenten Ulknudel los. Da sie nirgends ein Theater fand, das ihrer Vision angemessen war, baute sie sich selbst eines: Im Theater im Vringsveedel war sie von 1977 bis 1986 als Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Kostümbildnerin, Requisiteurin und Managerin tätig, um auf diese Weise das Volkstheater neu zu erfinden – doch für viele Kölner war diese Erfindung zu drastisch und zu ordinär. Trude Herrs Verhältnis zu ihrer Heimatstadt blieb stets ambivalent: Immer wieder drehte sie Köln den Rücken, um ambitionierte Filmprojekte in der Sahara zu realisieren oder auf die Fidschi-Inseln auszuwandern, gleichzeitig jedoch sang sie mit Niemals geht man so ganz und Die Stadt Hymnen der kritischen Liebe zu Köln. Heute ist es an der Zeit, Trude Herr als Performerin neu zu entdecken, deren radikale Zurschaustellung von femininer Selbstbestimmtheit dafür sorgt, dass Vringsveedel und Sahara gleichermaßen Ort existentieller Erfahrung sein können: „Im Zentrum ihrer Stücke steht immer eine dicke Frau. Sie spielt immer ums Überleben.“ (Jürgen Flimm)

**Coronaschutzkonzept**
Auch wenn nach jetzigem Stand eine höhere Belegung möglich wäre, haben wir uns dazu entschieden, das mögliche Sitzplatzkontingent nicht auszureizen, um die Durchführung der Veranstaltung auch bei veränderter Lage zu sichern und Ihnen einen entspannten Theaterabend zu ermöglichen. Informationen zur aktuellen Situation finden Sie auf www.stadt-koeln.de

Ab November bieten wir wieder etwas mehr Plätze an und der automatische Block neben Einzelpersonen entfällt. 71 statt der üblichen 120 Plätze machen weiterhin ein entspanntes Theatererlebnis möglich. Wir weisen darauf hin, dass bei einer Einzelplatzbuchung jemand neben Ihnen sitzen könnte.

Des Weiteren gilt 3 G (Geimpft, Genesen, Getestet) und im Theaterbereich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund- und Nasenbedeckung. Diese kann am Platz abgenommen werden. Sollten wir am Veranstaltungstag verpflichtet sein, eine Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, muss vor Beginn ein Kontaktformular ausgefüllt werden. Wir müssen uns Änderungen vorbehalten.

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(inklusive 10% Vorverkaufsgebühr + 0,50 € Systemgebühr)


Alternative Termine

22.11.2021 - 20:00 Uhr